Zur Einstimmung in die Passionszeit steht beim diesjährigen Passionskonzert ein Werk auf dem Programm, das nur äußerst selten zu hören und zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist : das „Stabat Mater“ von Peter Cornelius für Solisten, Chor und Orchester aus dem Jahre 1848. Peter Cornelius gelingt es in dieser zehnsätzigen Vertonung, die Stimmung des Gedichtes in wunderbare musikalische Bilder zu fassen. Ein mitreißender romantisch-lyrischer Gestus und hohe Expressivität kennzeichnen das Werk – und eine ungewöhnliche Anlage: Im Mittelpunkt steht mit dem „Sancta Mater“ ein eindrücklicher sechsstimmiger A-cappella-Chorsatz, in dem Cornelius zu einer Klangsprache findet, die seinesgleichen sucht. Dem Hauptwerk voran geht Musik von Joseph Haydn (1732-1809) aus seinem Werk „Die sieben letzten Worte“, das in seinem dritten Satz „Frau, hier siehe deinen Sohn“ eine freie Textfassung des Stabat Mater Gedichtes vertont.
Es musizieren der Osnabrücker Domchor, der Osnabrücker Jugendchor, das Kourion-Orchester Münster und die Gesangssolisten Anna Sophie Brosig (Sopran), Katarina Morfa (Alt), Tobias Meyer (Tenor) und Daniel Pohnert (Bass) unter der Leitung von Domchordirektor Clemens Breitschaft.
Karten sind erhältlich im Forum am Dom sowie online unter https://www.deinetickets.de/shop/osjch/